Häufige Fragen
Kann man entzündlichen Gelenkerkrankungen vorbeugen?
Vorbeugung im Sinne einer Krankheitsvermeidung ist bei Arthrose und Arthritis nicht möglich. Die Gabe von Vitamin E oder gelenkschonende Maßnahmen können die Krankheit allerdings hinauszögern beziehungsweise den Krankheitsverlauf abmildern. Gelenkschonende Maßnahmen sind:
- das Vermeiden von Über- und Fehlbelastungen der Gelenke (z.B. durch Übergewicht oder Sportarten wie Squash, Tennis, Fußball);
- das Tragen von gutem Schuhwerk mit flacher und weicher Sohle;
- moderater, gelenkschonender Ausdauersport – wie zum Beispiel Gymnastik, Schwimmen, Rad fahren und Walking;
- Entspannungsübungen.
Viele nehmen wegen Arthrose regelmäßig Schmerzmittel und leiden als Folge unter Magenproblemen. Gibt es eine Möglichkeit, mit weniger Tabletten auszukommen?
Weitgehende Beschwerdefreiheit ist wichtig, damit man beweglich bleibt und Schonhaltungen vermieden werden, die eine Arthrose noch beschleunigen könnten. Herkömmliche Schmerzmittel sollten allerdings wegen der möglichen Nebenwirkungen nicht zu oft eingenommen werden. Entscheidend ist, dass die Behandlung auf mehreren Säulen ruht und dem jeweiligen Stadium der Beschwerden individuell angepasst wird. Um das Risiko eines Magengeschwürs zu verringern, kann eine Therapie mit hoch dosiertem Vitamin E hilfreich sein. So nahmen in einer Studie 121 Patienten täglich 1.000 I.E. (Internationale Einheiten) Vitamin E ein: Nach vier Wochen gaben fast zwei Drittel der Teilnehmer eine Linderung der Schmerzen um 50 Prozent an.
Angenommen man hat schon ein künstliches Kniegelenk und im anderen Knie entwickelt sich ebenfalls eine Arthrose. Lohnt es sich dann überhaupt noch, etwas dagegen zu machen?
Studien zeigen, dass sich die durchschnittliche Lebensdauer von Gelenkprothesen erhöht, je später sie eingesetzt werden. Allein aus diesem Grund sollte man möglichst frühzeitig etwas gegen die beginnende Arthrose unternehmen. Da vor allem Entzündungen wie ein Arthrose-Motor wirken, der Schmerzen, Knorpelabbau und Gelenkschäden antreibt, sollte bei einer Therapie darauf geachtet werden, dass akute Entzündungen eingedämmt werden. Als wirkungsvoll haben sich dabei pflanzliche Arzneimittel mit den Wirkstoffen der Weidenrinde erwiesen.
Hüftarthrose verursacht häufig starke Beschwerden. Wie können die Schmerzen gelindert werden?
Durch den Knorpelverschleiß werden die ursprünglich glatten Oberflächen im Gelenk rau. Das führt immer wieder zu schmerzhaften Entzündungen. Es entstehen vermehrt freie Radikale, die den Gelenkknorpel angreifen. Doch die aggressiven Moleküle lassen sich neutralisieren – zum Beispiel durch hoch dosiertes, natürliches Vitamin E. Entsprechende Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Vitamin E, das aus reinen Pflanzenölen hergestellt ist, wird vom Körper besonders gut verwertet und kann auch als Dauertherapie eingenommen werden.
Wie geht man mit schubweise immer wieder auftretenden starken Schmerzen um?
Bei einem Verdacht auf Arthrose oder Arthritis ist der Hausarzt ein erster, kompetenter Ansprechpartner - er kann bereits feststellen, ob eine Arthrose oder Arthritis vorliegt. Das Hauptproblem bei Rheuma sind Entzündungen im betroffenen Gelenk: Sie verursachen die schlimmen Schmerzen und beschleunigen den Knorpelabbau. Unter anderem kann ein Mangel an Vitamin E die Ursache entzündlicher Beschwerden sein. Die tägliche Gabe von hoch dosiertem Vitamin E in Form einer Begleittherapie versorgt die Gelenkzellen mit dem essenziellen Vitalstoff und kann so Gelenkbeschwerden entgegenwirken.
Wenn man morgens nur schwer in die Gänge kommt und die Gelenke steif und unbeweglich sind – ist das Rheuma?
Morgensteifigkeit ist ein typisches Symptom für eine beginnende Arthrose. Ihre Ursache sind nächtliche Entzündungsprozesse, die das betroffene Gelenk buchstäblich einrosten lassen. Nehmen Sie diese Alarmsignale ernst: Bei rechtzeitiger Behandlung lässt sich der Krankheitsfortschritt deutlich verzögern. Sie sollten daher bald Ihren Hausarzt aufsuchen.
Wenn von Zeit zu Zeit Schmerzen in der Hüfte auftreten - könnte das Arthrose sein?
Im Allgemeinen kündigt sich eine Arthrose früh an. Die Beschwerden sind zunächst leicht und klingen schnell ab: Nach längeren Ruhepausen sind die Gelenke steif und schmerzen, sie erscheinen kraftlos und ermüden schnell. Durch rasches Handeln können Sie das Voranschreiten der Erkrankung bremsen. Bauen Sie etwaiges Übergewicht ab, sorgen Sie für einen ausgewogenen Wechsel von Be- und Entlastung, und treiben Sie regelmäßig moderaten Sport. Konsultieren Sie bei ständig wiederkehrenden Schmerzen einen Arzt.
Viele Ärzte verordnen bei Gelenkbeschwerden Bewegung. Schadet das nicht den kranken Gelenken?
Im Gegenteil – Bewegung schmiert die Gelenke: Sie wirkt massierend und regt die Durchblutung an, der Knorpel wird besser mit Nährstoffen versorgt, und schädliche Stoffwechselprodukte werden schneller abtransportiert. Es empfiehlt sich eine gelenkschonende Sportart wie zum Beispiel Gymnastik, Schwimmen, Aquajogging, Rad fahren oder Walking.
Sanfte Bewegung wie beispielsweise Walking ist ja das A&O bei Gelenkbeschwerden. Einige haben bei diesem Sport jedoch Schmerzen. Welche weiteren Sportarten sind empfehlenswert?
Neben klassischen Sportarten wie Rad fahren und Schwimmen empfehlen sich Aquajogging und Wassergymnastik zu rhythmischer Musik. Bewegung im Wasser schont die Gelenke: Der Auftrieb entlastet das Knorpelgewebe. Gleichzeitig muss bei jeder Bewegung der Wasserwiderstand überwunden werden – das verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit.
Darf man trotz Arthrose Tennis spielen?
Körperliche Aktivität ist äußerst wichtig, denn nur sie kann den schleichenden Verschleiß im Gelenk aufhalten. Tennis muss jedoch als eher ungünstig für Hüfte und Knie gelten, denn es kommt dabei zu hohen Belastungen. In diesem Falle wären gelenkschonende Sportarten wie Rad fahren, Schwimmen, Gymnastik, Walking oder Wandern sicher besser geeignet.
Hilft eine gesunde Ernährung, um den Gelenkknorpel zu regenerieren?
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann rheumatische Erkrankungen zwar nicht heilen. Sie ist dennoch sinnvoll: Untersuchungen zeigen, dass eine spezielle Rheumadiät im Rahmen der ganzheitlichen Behandlung zur Linderung der Beschwerden beiträgt. Dabei sind folgende Grundregeln zu beachten: Viel Seefisch verzehren, dafür wenig Fleisch und Wurst, und Gemüse nicht als Beilage, sondern als Hauptsache betrachten.
Das Angebot von Präparaten ist eher unübersichtlich. Worauf sollte man besonders achten, wenn man selbst etwas für die Erhaltung seiner Gelenke tun möchte?
Am besten mit dem Apotheker sprechen, denn er kann fundiert zu rezeptfreien Präparaten beraten. Zugelassene Arzneimittel haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln sehr strengen Sicherheitskriterien unterworfen sind. Sie müssen eine von der obersten Arzneimittelbehörde geprüfte Wirksamkeit aufweisen.
Gegen Knie-Arthrose verschreibt der Arzt oft Schmerzmittel und Krankengymnastik. Gibt es noch weitere Möglichkeiten, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen?
Es empfiehlt sich, körperlich so aktiv wie möglich zu bleiben: Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Rad fahren oder Aquajogging erhalten die Beweglichkeit. Zusätzlich nehmen viele Patienten regelmäßig ein Präparat mit Vitamin E pflanzlicher Herkunft ein. Ein Mangel an Gelenkvitamin E kann die Ursache entzündlicher Beschwerden sein.
Woran kann es liegen, dass man nach einer diagnostizierten Kniearthrose plötzlich auch Schmerzen in der Hüfte oder Ferse hat?
Viele Patienten, die an einer Arthrose leiden, neigen zu Schonhaltungen. Dadurch kann jedoch die gesamte Körperachse verändert werden – nach einiger Zeit sind dann auch nicht von Arthrose betroffene Gelenke schmerzhaft überlastet. Ärzte oder Physiotherapeuten wissen Rat, wenn es darum geht, Fehlhaltungen zu vermeiden. So kann zum Beispiel schon das richtige Abrollen der Füße beim Laufen oder der Einsatz von Gehhilfen viel bewirken.
Wer hilft bei Gelenkbeschwerden?
Beim Verdacht auf Arthrose oder Arthritis sollte Ihr Hausarzt der erste Ansprechpartner sein. Ausgewiesener Gelenk-spezialist ist der Orthopäde. Außerdem gibt es Fachärzte für rheumatische Erkrankungen, die Rheumatologen. In fast allen großen Kliniken sowie in spezialisierten Krankenhäusern kann man sich ambulant von Rheumatologen behandeln lassen. In vielen Großstädten gibt es auch niedergelassene Rheumatologen.
Was unterscheidet Arthritis und Arthrose?
Arthrose ist ein Knorpelverschleiß der Gelenke („Verschleißrheuma“), die Arthritis dagegen eine chronische Gelenkentzündung („Entzündungsrheuma“). Häufig kommen bei Arthrose zum reinen Knorpelverschleiß auch Gelenkentzündungen hinzu – man spricht dann von aktivierter Arthrose. Umgekehrt wird auch bei Arthritis der Knorpel angegriffen.
Kann eine gesunde Lebensführung Gelenkbeschwerden lindern?
Ja – im Mittelpunkt steht regelmäßige Bewegung. Schon viele kleine Schritte helfen: Erledigen Sie Ihre Besorgungen zu Fuß oder per Rad, besuchen Sie einen Schwimm- oder Gymnastikkurs und trainieren Sie das kranke Gelenk. Sitzen Sie lieber auf höheren Stühlen statt in tiefen Sesseln, und verändern Sie regelmäßig die Sitzposition. Tragen Sie bequemes Schuhwerk und greifen Sie zur Not auch zum Spazierstock. Vermeiden Sie Schonhaltungen.
Wie problematisch ist ein künstliches Hüftgelenk?
Der Einsatz eines künstlichen Gelenks ist heutzutage Routine. Dennoch raten die meisten Mediziner, den Eingriff so lange wie möglich hinauszuzögern. Selbst moderne Gelenkprothesen halten durchschnittlich nur 15 Jahre – dann wird eine Wechseloperation notwendig. Da die Arthrose in der Regel nur langsam fortschreitet, sollten Sie versuchen, so lange wie möglich gegenzusteuern.
Kann man zerstörte Knorpelzellen ersetzen?
Nein. Einmal entstandene Schäden lassen sich nicht mehr reparieren – auch nicht mit körpereigenen Zellen, die im Labor vermehrt wurden. Dieses Verfahren lässt sich derzeit nur bei jungen Patienten nach akuten Knorpelverletzungen anwenden. Arthrose-Patienten sollten also alles daran setzen, den noch vorhandenen Knorpel zu schützen. Ganz wesentlich ist dabei die Bekämpfung von Entzündungen.
Im Zusammenhang mit Arthrose hört man oft von Kälte-Anwendungen. Andere empfehlen dagegen Wärme – was gilt denn nun?
Im Prinzip stimmt beides: In den entzündlichen Phasen der Arthrose lindert Kälte die Beschwerden, ansonsten hilft eher Wärme. Kälte mindert die Reizung der Gelenkinnenhaut und wirkt abschwellend, Wärme entspannt die Muskulatur und verbessert den Nährstofftransport. Leider reagieren aber nicht alle Patienten gleich – deshalb muss jeder für sich ausprobieren, ob in der individuellen Situation Kälte oder Wärme als angenehm und lindernd empfunden wird.
