Arthritis
„Irrtum des Immunsystems“
Falscher Alarm: Die Arthritis ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die auf einer Fehlsteuerung des Immunsystems beruht. Statt Feinde wie Bakterien oder Viren anzugreifen, attackieren die Abwehrzellen körpereigenes Gewebe. Aufgrund der chronischen Entzündung produziert die Gelenkinnenhaut vermehrt Gelenkflüssigkeit. Das führt zu schmerzhaften Schwellungen – die Knorpelzellen werden nicht mehr richtig ernährt, und in der Gelenkkapsel bilden sich infolge der Entzündung vermehrt knorpelschädigende freie Radikale. Dabei handelt es sich um aggressive, chemisch sehr reaktive Moleküle, die Zell- und Gewebeschäden hervorrufen können.
Unspezifische Symptome im Frühstadium
Zu Beginn verursacht die Erkrankung oft gänzlich unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder leichtes Fieber. Die typischen Gelenkbeschwerden treten erst später auf. Bei manchen Rheumatikern beginnt die Frühphase langsam, bei anderen setzt sie schlagartig ein. Die betroffenen Gelenke – oft zunächst Hand- und Fingergelenke – sind vor allem morgens steif.
Schmerzen in Schüben
Arthritis entwickelt sich schubweise: Flammt die Entzündung auf, sind Schwellung und Schmerzen besonders schlimm. Meistens sind mehrere Gelenke betroffen, und es lässt sich nicht voraussagen, auf welches Gelenk die Krankheit als nächstes übergreift. Die ständigen Entzündungen zerstören schrittweise den Knorpel, die Gelenke verformen sich und werden im schlimmsten Fall völlig steif.
