Warum Vitamin E so wichtig ist
„Das Zellschutz-Vitamin“
Ohne Vitamin E geht gar nichts: Der natürliche Vitalstoff ist für den Menschen lebenswichtig – er wird in jeder Körperzelle gebraucht. Seine Hauptaufgabe ist es, Zellen und Gewebe vor einer Zerstörung durch freie Radikale zu schützen1. Diese aggressiven Sauerstoffmoleküle entstehen ständig in unserem Organismus – als natürliches Abfallprodukt des Stoffwechsels und bei entzündlichen Erkrankungen.
Gesundheitsrisiko Vitamin-E-Mangel
Auf die Dauer kann ein Überschuss an freien Radikalen zu fatalen Schäden führen. So werden unter anderem bestimmte Blutfette attackiert, die sich daraufhin in der Gefäßwand ablagern und eine Verkalkung der Arterien begünstigen. Chronischer Vitamin-E-Mangel erhöht daher das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Eine optimale Versorgung mit Vitamin E beugt aber nicht nur Infarkt und Schlaganfall vor, sondern auch rheumatischen Erkrankungen, Augenleiden wie dem grauen Star und der Makula-Degeneration, Atemwegsinfekten sowie einer vorzeitigen Alterung der Nerven- und Gehirnzellen2.
Vitamin E gegen Entzündungen
Über seine entscheidende Wirkung als Radikalfänger hinaus konnten für Vitamin E weitere gesundheitsfördernde Effekte nachgewiesen werden. So ist das Vitamin in der Lage, das Immunsystem zu stärken und Entzündungsprozesse zu bremsen. Darüber hinaus hemmt es wahrscheinlich auch die Bildung von entzündungsfördernden Prostaglandinen. Damit einher geht ein schmerzlindernder Effekt – Prostaglandine spielen bei der Vermittlung von Schmerzempfindungen eine wichtige Rolle.
Viele Menschen sind mit Vitamin E unterversorgt
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Menschen eine tägliche Aufnahme von 12 bis 15 Milligramm Vitamin E3. Kranke Menschen benötigen mehr als 50 Milligramm. Studien zum Ernährungsverhalten zeigen, dass fast die Hälfte der Bundesbürger diese Menge nicht erreicht und chronisch mit Vitamin E unterversorgt ist4. Als Hauptursache gilt eine unausgewogene Ernährung, in der es vor allem an Pflanzenölen, Nüssen, Gemüse und Obst fehlt – Vitamin E wird in der Natur ausschließlich von pflanzlichen Organismen gebildet.
1 „Vitamin E – als Antioxidanz in der Nahrung wichtig“. DAZ 2006; 44: 68-73
2 „Vitamin E – ein Antioxidans mit vielfältigem Potenzial“. DAZ 2005; Supplement Nr. 3
3 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.; Österreichische Gesellschaft für Ernährung; Schweizerische Gesellschaft für Ernährung. 2001; Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Umschau/Braus, Frankfurt/M., 1. Aufl.
4 Nationale Verzehrsstudie II: Ergebnisbericht, Teil 2. 2008; Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel
