Gesunde Ernährung für die Gelenke: Worauf sollte man achten?

Im Volksmund heißt es „Wer rastet, der rostet!“. Diese Aussage ist richtig und bezieht sich auf Bewegung im Alltag und auf Sport. Wie aber steht es um die Ernährung und ihren Einfluss auf die Gelenke? Selbstverständlich wirkt sich die Ernährungsweise auf die Gesundheit aus – und davon können ganz gezielt auch Menschen mit Rheuma oder Arthrose profitieren.

Grundsätze einer gelenkgesunden Ernährung

Die richtige Ernährungsweise hilft, die Gelenke zu entlasten. Schließlich zählt Übergewicht zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung einer Arthrose. Wer an Übergewicht leidet, sollte durch eine Ernährungsumstellung sein Körpergewicht reduzieren.

Das ist aber noch nicht alles, was man selbst tun kann: Bestimmte Lebensmittel enthalten Substanzen, die Entzündungen fördern können. Wenn Sie ein paar wichtige Grundregeln beachten, können Sie auch über die Ernährung den Verlauf Ihrer Krankheit günstig beeinflussen. Mit einer Umstellung des Speiseplans lässt sich daher viel bewirken – Ihre Gelenke werden es Ihnen danken.

Das heißt im Klartext: Basis einer gesunden Ernährung für Patienten mit Gelenkschmerzen sind pflanzliche Lebensmittel. Neben viel Gemüse, Salat, Kartoffeln, Reis und Obst sollten täglich auch fettarme Milchprodukte auf dem Speiseplan stehen. Dazu isst man am besten regelmäßig fettreichen Fisch, achtet auf die Verwendung von hochwertigen Fetten und Ölen und knabbert zwischendurch Nüsse, Kerne und Samen.

Es empfiehlt sich, auf fette Fleisch- und Wurstsorten möglichst zu verzichten – magere Fleischsorten können in Maßen verzehrt werden, um eine ausgewogene Nährstoffversorgung zu sichern.

In diesen Lebensmitteln stecken reichlich Omega-3-Fettsäuren

Besonders vorteilhaft sind Fette und Öle, die einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren enthalten. Dazu zählen beispielsweise:

  • Leinöl
  • Perillaöl
  • Walnussöl, Rapsöl, Kürbiskerne und
  • Sojaöl

Lieber zu Obst und Gemüse greifen: Warum zu viele tierische Fette den Gelenken schaden können

Wer sehr viel Fleisch und Zucker zu sich nimmt, der erhöht langfristig sein Risiko für Gelenkerkrankungen. Es werden vermehrt Entzündungsbotenstoffe gebildet, die den Gelenken und anderen Organen mit der Zeit Schaden zufügen können. In tierischen Lebensmitteln ist eine Fettsäure enthalten, die ein Ausgangsprodukt für Entzündungsbotenstoffe darstellt – die sogenannte Arachidonsäure. Diese Fettsäure kommt nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft vor.

Besonders reich an Arachidonsäure sind fettreiche Fleisch- und Wurstwaren, Butter, Sahne, Schweineschmalz und Käse. Werden zu viele Entzündungsbotenstoffe gebildet, befeuert dies die Schmerzwahrnehmung sowie die Entzündungsreaktion, welche Gelenke schädigen kann. Bedeutet dies, dass Sie ab sofort zum Vegetarier werden sollten und sich streng zuckerarm ernähren müssen? Nein. Grundsätzlich sind alle Lebensmittel erlaubt – aber in Maßen.

Gut zu wissen:

Schon kleine Veränderungen können oft Großes in Punkto Gelenkgesundheit bewirken. Starten Sie beispielsweise mit einem gesunden Frühstück in den Tag, etwa mit einem Müsli aus Vollkornflocken, frischen Früchten und Nüssen.

Vitamin E als Baustein gelenkgesunder Ernährung

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Die Gelenke sind ebenso wie die Knochen ein lebendes Körpergewebe, das sich ständig erneuert. Vitamin E wirkt antioxidativ und schützt so unsere Körperzellen vor dem Angriff durch freie Radikale.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E ist besonders bei entzündeten Gelenken wichtig, denn durch die vermehrte Bildung freier Radikale und den daraus resultierenden Vitamin E-Mangel, können die Gelenksbeschwerden verschlimmert werden.

Außerdem hemmt Vitamin E die Umwandlung der Arachidonsäure in Botenstoffe, die den Entzündungsprozess anheizen. Eine Vitamin-E-reiche Ernährung kann helfen, die Entstehung und Ausbreitung von Schwellungen, Schmerzen und Gelenkverschleiß zu reduzieren.

Wann ist eine Ernährungstherapie sinnvoll?

Schmerzen in den Gelenken, Schwellungen und Wärmegefühl sind typische Entzündungszeichen. Wenn Sie wegen einer Arthrose oder anderen Gelenkschmerzen in ärztlicher Behandlung sind, kann Ihr behandelnder Arzt eine Verordnung für eine Ernährungstherapie ausstellen. Die Kosten für eine ambulante Ernährungstherapie werden anteilig oder voll von den Krankenkassen übernommen. Auch liegen den Krankenkassen Listen niedergelassener Ernährungsmediziner und Ernährungstherapeuten mit Krankenkassenzulassung vor.

Quellen:

  • König J et al.:Quantification of age-related changes of α-tocopherol in lysosomal membranes in murine tissues and human fibroblasts. BioFact 42 (2016): 307–315
  • Frank, Jan: Einfluss von Nahrungspolyphenolen auf den Vitamin-E-Status. Ernährungsumschau 54 (2007): 54-59
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: 5 am Tag: https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/5-am-tag/, Zugriff am 21.09.2018

 

Häufige Fragen
Was ist Optovit®?
Optovit® ist ein apothekenpflichtiges Arzneimittel aus natürlichen Quellen mit Vitamin E. Die Weichkapseln enthalten natürliches Vitamin E zur Behandlung eines Vitamin-E-Mangels und daraus resultierender Beschwerden wie Gelenkerkrankungen. Das Arzneimittel versorgt den Körper mit essenziellem Vitamin E und kann so Gelenkbeschwerden aufgrund eines Vitamin-E-Mangels entgegenwirken.
Welche Optovit®-Präparate gibt es?

Sie erhalten in Ihrer Apotheke die Präparate Optovit® fortissimum 500, Optovit® select und Optovit® forte. Alle drei Präparate enthalten den gleichen Wirkstoff RRR-alpha-Tocopherol (natürliches Vitamin E) aus reinen Pflanzenölen.

  • Optovit® fortissimum 500 enthält 500 I.E. (entspricht 335,5 mg) Vitamin E.
  • Optovit® select enthält 1.000 I.E. (entspricht 671,4 mg) Vitamin E.
  • Optovit® forte enthält 200 I.E. (entspricht 134,2 mg) Vitamin E.

I.E. = Internationale Einheiten. Geläufige und standardisierte Mengenangabe bei Vitamin-E-Präparaten.

Wo bekomme ich Optovit®?
Qualitativ hochwertige Vitamin-E-Präparate in ausreichend hohen Dosierungen wie beispielsweise Optovit® erhalten Sie in Ihrer Apotheke.