Ursachen

„Angriff auf den Knorpel“

Gelenkbeschwerden beruhen fast immer auf krankhaften Veränderungen im Knorpel. Das hochelastische und spiegelglatte Gewebe dient als Stoßdämpfer und sorgt gleichzeitig für reibungslose Bewegung.

Arthrose entsteht durch Verschleiß: Das Knorpelgewebe wird mit den Jahren aufgerieben. Die wesentlichen Ursachen der Arthrose sind einerseits Überlastung und Fehlhaltungen – andererseits ist aber auch Bewegungsmangel schädlich. Denn regelmäßige körperliche Aktivitäten tragen wesentlich zur Nährstoffversorgung des Knorpels bei.

Typische Auslöser einer Arthrose sind:


  • Überlastung im Beruf oder beim Sport. So belasten zum Beispiel Fliesenleger bei ihrer Arbeit besonders die Kniegelenke, während Tennisspieler oft Probleme mit dem Ellenbogen bekommen. Auch das Schuhwerk trägt zum Arthrose-Risiko bei: Je höher der Absatz, desto höher ist die Belastung der Gelenke.
  • Verletzungen. Besonders betroffen sind Sportler oder Unfallopfer mit Knorpel-, Meniskus-, Band- und Kapselverletzungen oder Fehlstellungen nach Knochenbrüchen. Auch häufiges Umknicken (etwa durch falsches Schuhwerk) fördert Arthrose.
  • Angeborene Fehlstellungen: Wer X- oder O-Beine hat, muss aufgrund der stärkeren Belastung für Knie und Hüfte mit einem erhöhten Arthroserisiko rechnen.
  • Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Entzündungsrheuma (Arthritis) und Gicht: Sie können eine Arthrose verstärken.
  • Übergewicht: Meist sind Knie- und Hüftgelenke betroffen, weil sie den größten Teil des Körpergewichts zu tragen haben – auf Schritt und Tritt. Jedes überschüssige Kilogramm summiert sich auf Dauer zu einer echten Belastungsprobe für die Gelenke.

Zerstörerische Entzündungen

Der Knorpelabrieb bei Arthrose führt schubweise immer wieder zu Entzündungen. Dabei entstehen vermehrt freie Radikale, die den Zerstörungsprozess im Gelenk beschleunigen. Um die aggressiven Sauerstoffmoleküle im Zaum zu halten, nutzt der Körper so genannte Antioxidanzien: Als natürlicher Radikalfänger fungiert vor allem Vitamin E. Die tägliche Gabe von hoch dosiertem Vitamin-E versorgt die Gelenkzellen mit essenziellem Vitamin E und kann so Gelenkbeschwerden entgegenwirken.

Im Kampf gegen Entzündungsschübe haben sich auch pflanzliche Arzneimittel bewährt – wie zum Beispiel Weidenrinde, deren Wirkstoffe an verschiedenen Stellen der Entzündungskaskade eingreifen.

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Amoklauf der Abwehr

Die Arthritis beruht auf einem Irrtum des Immunsystems: Abwehrzellen greifen aus noch ungeklärten Gründen das körpereigene Knorpelgewebe an und verursachen eine chronische Entzündung. Mögliche Auslöser einer Arthritis könnten sein:

  • Infekte: Denkbar sind ein direkter Befall des Gelenks (beispielsweise über eine Wunde), aber auch chronische Infektionen wie Hepatitis, Herpes oder Röteln.
  • Chronische Erkrankungen wie entzündliche Bindegewebsveränderungen, Stoffwechselstörungen (z. B. Gicht), Erkrankungen des Blutbildes und der Haut (z. B. Schuppenflechte).
  • Hormonelle Einflüsse: Frauen leiden dreimal so häufig an Entzündungsrheuma wie Männer. In der Schwangerschaft kommt es bei vielen Arthritis-Patientinnen zu einer Rückbildung der Symptome. Auch hormonelle Verhütungsmittel scheinen einen günstigen Einfluss auf die Krankheit zu haben.
  • Allergische Arthritis. Sie tritt manchmal bei der Einnahme bestimmter Medikamente auf und klingt zumeist nach wenigen Tagen wieder ab.

Auch bei Arthritis kann Vitamin E den Entzündungsprozess günstig beeinflussen.