Alternative Behandlungsmethoden bei Gelenkschmerzen

Bewegung ist wichtig für unsere Gelenke: Sie stärkt nicht nur die umgebende Muskulatur, sondern sorgt auch dafür, dass die Gelenkknorpel besser mit Nährstoffen versorgt werden. Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit können allerdings auch bei konsequenter Behandlung alltägliche Tätigkeiten erschweren und das physische sowie psychische Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Was Sie selbst tun können, um Ihre Gelenke beweglich zu halten und welche alternativen Behandlungsmethoden es gibt, um Gelenkschmerzen zu reduzieren, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Vorsicht, Verletzungsgefahr: So schützen Sie sich beim Sport vor Gelenkschmerzen

Verletzungen beim Sport oder im Haushalt – zum Beispiel Verrenkungen, Bänderzerrungen und Bänderrisse – zählen zu den Faktoren, die eine spätere Gelenkerkrankung begünstigen. Es sind vor allem Gelenke gefährdet, die starken Belastungen ausgesetzt sind: Die meisten verletzungsbedingten Arthrosen treten in den Knie- und Sprunggelenken auf.

Tipps zur Vorbeugung:
  • Sportverletzungen, wie Zerrungen und Bänderrisse, sofort behandeln lassen.
  • Sanfte, gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren bevorzugen.

Ausgewogene Ernährung schützt Knochen und Knorpel

Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen schützt Ihre Knochen und Knorpelgewebe vor vorzeitigem Verschleiß und hilft, Entzündungen vorzubeugen und zu reduzieren. Besonders Vitamin E spielt hier eine wichtige Rolle. Als Radikalfänger unterstützt das Vitamin nicht nur die die gesunde Funktion von Körperzellen, sondern kann auch Entzündungsprozesse im Körper bremsen.

Es ist dabei keine strenge Diät nötig. Die persönliche Ernährungsweise sollte einfach ausgewogen gestaltet werden, indem der Speiseplan um frisches Obst und Gemüse, Lebensmittel mit einem hohen Ballaststoffanteil und gesunde Fette ergänzt wird. Dadurch können die beiden Risikofaktoren von Gelenkbeschwerden – Entzündungen und Übergewicht – reduziert werden.

Alternative Behandlungen bei Gelenkschmerzen

Neben schmerz- und entzündungshemmenden oder operativen Therapien kommen mehrere alternative Verfahren zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit in Frage. Gute Ergebnisse werden beispielsweise mit physikalischen Therapieformen erzielt, wie Kälte-oder Wärmetherapie, Ultraschall oder Elektrotherapie.

Nicht bei jedem Patienten sind allerdings alle Behandlungen gleich effektiv – dies gilt insbesondere für Wärme- und Kälteanwendungen, die zu unterschiedlichen Wirkungen führen können. Welcher Behandlungsansatz am besten passt, ist daher sehr individuell und vom jeweiligen Krankheitsbild abhängig – und sollte am besten mit Arzt oder Physiotherapeuten besprochen werden.

Badetherapie (Balneotherapie)

Hier kommen verschiedene physiotherapeutische Anwendungen kombiniert zum Einsatz, darunter Kälte- und Wärmebäder in Wasser mit einem hohen Anteil an bestimmten gelösten Stoffen (Schwefelbad, Solebad). Insbesondere zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen existieren auch Badetherapien, bei denen geringfügige elektrische Ströme im Wärmebad zur Anregung und stärkeren Durchblutung der Muskulatur eingesetzt werden (Stangerbad).

Kältetherapie

Das Wirkprinzip ist die Blockade von Schmerzrezeptoren in der Haut. Eine Kältetherapie kann mit Eispackungen und Bädern oder in der Kältekammer durchgeführt werden. Sie wirkt bei Gelenkerkrankungen zusätzlich entzündungshemmend und abschwellend.

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Wärmetherapie

Durch Bestrahlung mit Rotlicht, durch Ultraschall, Heißluft oder heiße Bäder wird die Durchblutung gefördert, der Stoffwechsel angeregt und die Muskulatur erwärmt und aufgelockert. Diese Therapie wird vor allem bei Verspannungen und Abnutzungserscheinungen empfohlen. Bei akuten Gelenkentzündungen sollten Wärmeanwendungen hingegen vermieden werden, weil das Entzündungsgeschehen dadurch sogar gefördert werden kann.

Massagebehandlungen

Massagen wirken bei Gelenkbeschwerden ebenfalls auflockernd und durchblutungsfördernd auf die Muskulatur. Fehlhaltungen durch Schmerzen können dadurch vermieden werden.

Elektrotherapie (Reizstromtherapie)

Diese Therapieform, zu der auch das Stangerbad zählt, basiert auf der Stimulation von Muskelgewebe durch schwachen, niederfrequenten Wechselstrom mittels Elektroden, die um die schmerzende Stelle platziert werden. Die entstehenden Reize wirken als „Gegenreiz” zum Schmerzempfinden, verbessern die Durchblutung und vermindern das tatsächliche Schmerzempfinden.