Arthrose und Arthritis: Wie unterscheiden sich Ursachen und Symptome?

Arthrose und Arthritis sind die häufigsten Verursacher von Gelenkschmerzen. Je früher Warnzeichen für drohende Gelenk- oder Knorpelschäden erkannt werden, desto leichter lassen sich vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Je nach Ursache der Beschwerden gibt es unterschiedliche Möglichkeiten das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und eine gute Beweglichkeit der Gelenke sowie weitgehende Schmerzfreiheit sicherzustellen.

Arthrose: Schmerzhafter Verschleiß

Eine Arthrose entsteht durch degenerative Veränderungen an den Gelenken. Durch Über- und Fehlbelastung kommt es zu einer allmählichen Zerstörung des Gelenkknorpels. Ist der schützende Knorpel nicht mehr intakt, kann das im weiteren Verlauf zu einer Schädigung der angrenzenden Knochen, Muskeln und Bänder führen. Arthrose ist also eine Verschleißerkrankung an den Gelenken und ist der häufigste Grund für Gelenkschmerzen.

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Ursachen der Arthrose

Die ersten Symptome einer Arthrose zeigen sich meist an den Gelenken, die im Laufe des Lebens starken Belastungen ausgesetzt sind. Das sind in erster Linie Hüft-, Knie- und Fußgelenke, aber auch Hand- und Fingergelenke können betroffen sein. Ursache ist ein krankhafter Abbau von Knorpel im Gelenkspalt: Ist der „Stoßdämpfer” der Gelenke – das Knorpelgewebe – geschädigt, kann dies zu einer eingeschränkten Beweglichkeit des Gelenks führen, was im weiteren Verlauf Schmerzen verursacht. Meist ist eine übermäßige Belastung des betroffenen Gelenks für die Veränderungen verantwortlich. Übergewicht, eine angeborene Schwäche von Bindegewebe und Bändern, Sportverletzungen und angeborene Gelenkfehlstellungen können ebenfalls Auslöser einer Arthrose sein.

Belastungsschmerz und Ruheschmerz

Ein klassisches Symptom der Arthrose ist der sogenannte Anlaufschmerz, der bei Bewegung aus einer Ruheposition entsteht, etwa beim Aufstehen nach längerem Sitzen oder Liegen. Ist die Knorpelschicht schon stärker geschädigt, entstehen zunächst Schmerzen während der Gelenkbelastung (Belastungsschmerz).

Eine stark ausgebildete Arthrose führt schließlich auch zu Schmerzen, wenn das Gelenk nicht bewegt wird (Ruheschmerz). Neben der Schmerzhaftigkeit fühlen sich die Gelenke nun auch „steif“ an und Bewegungen sind deutlich eingeschränkt. In der stärksten Ausprägung führt die Arthrose zu Entzündungen, die den Symptomen einer Arthritis entsprechen.

Arthrose und Arthritis: Wo liegen die Unterschiede?
  • Arthrose und Arthritis sind zwar zwei unterschiedliche Erkrankungen, sie ähneln sich in ihren (Spät-) Symptomen jedoch stark und sind deshalb nicht immer eindeutig zu unterscheiden.
  • Eine Arthrose ist in den meisten Fällen auf eine Überlastung der Gelenke und eine daraus entstehende Knorpelschädigung zurückzuführen. Eine Gelenkentzündung durch eine Arthrose tritt erst in einem späteren Stadium auf (aktivierte Arthrose). Bei einer Arthritis hingegen handelt es sich immer um eine entzündliche Gelenkerkrankung.
  • Beide Erkrankungen können auch erbliche Komponenten aufweisen; die Arthritis allerdings wesentlich häufiger als die Arthrose.

Ursachen der Arthritis

Anders als die Arthrose entsteht die Arthritis nicht durch Überbelastung der Gelenke, sondern in den meisten Fällen als Reaktion des Körpers z.B. auf Krankheitserreger (u.a. Bakterien) oder als Autoimmunprozesse bei denen körpereigene Strukturen vom Abwehrsystem des Körpers angegriffen werden. Die folgende Entzündungsreaktion verursacht eine Schwellung, Rötung und Erwärmung des Gelenks und ist äußerst schmerzhaft. Dadurch kommt es auch bei der Arthritis zu einer starken Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit.

In der Folge nehmen Betroffene beider Gelenkerkrankungen oft eine Schonhaltung ein, in der das schmerzende Gelenk kaum belastet wird. Das führt einerseits zu einer Mehrbelastung benachbarter Gelenke, andererseits zu einer verminderten Nährstoffversorgung des Knorpels im geschädigten Gelenk – ein Teufelskreis entsteht.

Werden die Symptome einer Gelenkerkrankung frühzeitig festgestellt, lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung oft wesentlich verzögern. Ganz wichtig ist dabei: Ignorieren Sie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nicht, sondern lassen Sie die Ursache von Ihrem Arzt abklären.

Ursache aktivierte Arthrose

Eine Sonderform der Arthritis ist die aktivierte Arthrose: Hier kommt es im Verlauf der Arthrose immer wieder zu Entzündungsreaktionen, die den Gelenkknorpel zusätzlich stark schädigen.
Die Symptome entsprechen weitgehend jenen der Arthritis, Schmerzen treten im Gegensatz zur ruhenden Arthrose aber nicht nur bei Belastung, sondern auch in Ruhe auf.

Häufige Fragen

Welche Beschwerden werden durch einen Vitamin-E-Mangel begünstigt?

Vitamin E aus natürlichen Quellen (reines Pflanzenöl) kann der Körper wesentlich besser verwerten als synthetisch hergestelltes Vitamin E. Die natürliche Form erkennen Sie an der Bezeichnung RRR-alpha-Tocopherol.

Für welche Anwendungsgebiete kann Vitamin E eingesetzt werden?

Wer auf eine optimale Versorgung mit Vitamin E achtet, kann von seiner vorbeugenden oder therapeutischen Wirkung profitieren. So kann ein Vitamin-E-Mangel folgende Beschwerden nachteilig beeinflussen:

  • Gelenkbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Diabetes
  • Störungen des Nervensystems (wie z. B. Parkinson)
  • altersbedingte Augenerkrankungen (Katarakt u. Makula-Degeneration)
Kann man Optovit® ohne Bedenken auch über längere Zeit einnehmen?

Vitamin-E-Präparate gelten allgemein als gut verträglich. Studien aus mehr als 25 Jahren Vitamin-E-Forschung zeigen, dass selbst hoch dosiertes Vitamin E auch in der Langzeitanwendung sicher ist. In Untersuchungen verursachte Vitamin E nicht mehr Nebenwirkungen als wirkstofffreie Placebo-Präparate.

Hoch dosiertes Vitamin E (z. B. 500 I.E. pro Tag) kann deshalb durchaus über längere Zeiträume eingenommen werden. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung beurteilt Vitamin E als sicher: „Hypervitaminosen sind selbst nach jahrelanger Verabreichung von Vitamin E in hohen Dosierungen nicht bekannt geworden.“

Für wen kann hoch dosiertes Vitamin E sinnvoll sein?
Vitamin E wird zur Behandlung eines Vitamin-E-Mangels eingesetzt, der eine Ursache für entzündliche Gelenkbeschwerden sein kann. Entzündungen, die am Gelenk aufgrund eines Vitamin-E-Mangels bestehen, verursachen Schmerzen und können durch den antioxidativen und damit antientzündlichen Effekt von Vitamine E gelindert werden.