Gelenkschmerzen vorbeugen: Das können Sie tun, um die Gesundheit Ihrer Gelenke zu unterstützen

Gelenkbeschwerden werden häufig durch Erkrankungen wie der Arthrose verursacht. Gänzlich verhindern lässt sich der Abbau von Knorpelgewebe im Gelenk nicht, vor allem das Lebensalter spielt hier eine wichtige Rolle: Die Regenerationsfähigkeit von Geweben nimmt mit zunehmendem Alter ab und langjährige Belastungen lassen sich nicht einfach rückgängig machen.

Es ist aber in jedem Alter sinnvoll, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um eine Überbeanspruchung von Gelenken und Knorpelgewebe so gering wie möglich zu halten. Wie Sie Ihre Gelenkgesundheit unterstützen und Beschwerden vorbeugen können, lesen Sie hier.

Die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen für Gelenkschmerzen

Eine der wirkungsvollsten Methoden zur Reduzierung des Knorpelabbaus ist regelmäßige Bewegung: Sanfte und gelenkschonende Sportarten wie Rad fahren, Gymnastik, Yoga oder Schwimmen stärken die Muskulatur und tragen so zur Stabilisierung und Entlastung der Gelenke bei.

Sportverletzungen richtig und frühzeitig behandeln

Sportarten wie Skifahren und Bergwandern gehen mit einem erhöhten Risiko für Verletzungen an Knie- und Sprunggelenken einher. Werden solche Verletzungen nicht zeitnah behandelt, erhöht sich das Risiko später an einer Arthrose im betroffenen Gelenk zu erkranken.

Gewichtsreduktion

Bei Übergewicht und Adipositas führt eine gezielte Gewichtsreduktion zu einer deutlich geringeren Belastung von Gelenken und Knorpelgewebe, am besten in Kombination mit gelenkschonendem Ausgleichssport und Muskelaufbau.

Gelenkfehlstellungen korrigieren lassen

Fehlstellungen von Gelenken können angeboren sein, werden aber häufig erst behandelt, wenn aufgrund der Fehlstellung Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen entstehen. Gelenkfehlstellungen sollten deshalb so früh wie möglich orthopädisch begutachtet werden.

Erste Symptome – wie reagiert man richtig?

Werden erste Symptome einer Gelenkerkrankung rechtzeitig erkannt, lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung mit einigen gezielten Maßnahmen wesentlich verzögern. Wichtig ist vor allem: Ignorieren Sie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nicht, sondern lassen Sie die Ursache medizinisch abklären. Ihre wichtigsten Ansprechpartner sind dabei, neben dem Hausarzt, Fachärzte für Orthopädie.

Für eine optimale Behandlung beschreiben Sie Ihre Beeinträchtigung möglichst genau:
  • Ist die Beweglichkeit der Gelenke eingeschränkt?
  • Haben Sie Schmerzen, wenn Sie eine Bewegung aus der Ruhe heraus beginnen?
  • Werden die Schmerzen bei länger andauernder Belastung stärker?
  • Bestehen diese auch in Ruhe?
  • Verspüren Sie ein Knacken oder Knirschen bei bestimmten Bewegungsabläufen?

Physiotherapeutische Übungen

Besteht kein akuter Behandlungsbedarf, können Sie nach Abklärung der Symptomatik einiges selbst tun, um Ihre Gelenke beweglich zu halten und den Abbau von Knorpelgewebe zu verzögern. Doch nicht jede Bewegung ist für jedes Gelenk geeignet – falsches Training kann Gelenkschäden sogar verstärken. Die Expertise von Physiotherapeuten ist hilfreich, wenn es darum geht, effektive Übungen für ein belastetes Gelenk zu finden. Eine einzelne Einheit kann dabei schon Hinweise geben, welche Frequenz und welche Übungsintensität am förderlichsten ist.

Gut zu wissen: Krankengymnastik und weitere physiotherapeutische Behandlungen können vom Hausarzt verschrieben werden.

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Hilfsmittel aus dem Sanitätshaus

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, Gelenke mittels therapeutischer Schienen (Orthesen) in ihrer Beweglichkeit für einen begrenzten Zeitraum gezielt einzuschränken, um Belastungen zu reduzieren und das Gelenk zu schonen.

Gut zu wissen: Auch für Orthesen und ähnliche Hilfsmittel besteht die Möglichkeit der ärztlichen Verschreibung.

Gesunde Ernährung

Insbesondere bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Spektrum oder bei Gelenkbeschwerden, die durch eine Gichterkrankung verursacht werden, beeinflusst die Ernährung den Verlauf der Krankheit in hohem Ausmaß. Welche Nahrungsmittel die Entwicklung der Erkrankung positiv beeinflussen und welche nur in geringen Mengen aufgenommen oder gänzlich gemieden werden sollten, lässt sich durch eine Ernährungsberatung herausfinden.

Gut zu wissen: Informationen über die verschiedenen Angebote zertifizierter Ernährungsberater finden Sie unter anderem bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) oder beim Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED)

Vorbeugen mithilfe von Vitamin E?

Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen und ein sparsamer Umgang mit Alkohol und Nikotin helfen dabei, entzündlichen und degenerativen Prozessen vorzubeugen. Insbesondere die Rolle von Vitamin E zur Vorbeugung und Behandlung entzündlicher Gelenkerkrankungen aufgrund eines Vitamin-E-Mangels wird derzeit wissenschaftlich untersucht. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass eine gute Versorgung mit Vitamin E den Knorpel schützen kann.